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Gâteau de chocolat à la Kehl – ein Gaumenschmaus

28/04/2011

gateaude-chocolatGâteau de chocolat à la Kehl
(für eine 30 cm Cakeform)

7 Eier
200 g Griesszucker
250 g Haselnüsse, gemahlen
100 g Crèmant-Zartbitter-Schokolade
2 gehäufte EL sehr guten Kakao
3 EL Kirsch
100 g Butter
1 Prise Salz

Eigelb und Eiweiss trennen. Die Hälfte des Zuckers mit dem Eigelb so lange schlagen, bis eine helle, schaumige Masse entsteht. In ein Pfännchen einen Esslöffel Wasser geben und die zerbröckelte Schokolade hineingeben. Die Butter und den Kakao beifügen und alles auf kleinem Feuer langsam verflüssigen. Ab und zu umrühren, die Masse danach vom Feuer ziehen und lauwarm abkühlen lassen. Erst dann unter die vorbereitete Eigelbmasse ziehen. Nun das Eiweiss mit dem Schwingbesen schlagen, dann die Prise Salz und nach und nach den Rest des Zuckers zufügen, immer wieder schlagen. Die Eiweissmasse muss fest und glänzend sein. Jetzt die Haselnüsse und den Kirsch sanft untermengen. Die Eiweissmasse mit der Hilfe eines Gummispatels vorsichtig unter die Schokoladenmasse heben. Die mit Backpapier ausgelegten Cakeformen mit der Masse füllen und in den kalten Backofen stellen. Auf 180 Grad C. heizen und die Kuchen insgesamt 40 bis 45 Min. backen.

Max Kehl, einer der ganz Grossen der Schweizer Küche, war in den 80er Jahren weltweit als „Botschafter der feinen Küche“ unterwegs. Er war gesegnet mit einer unglaublichen Kreativität, die seine Gäste immer wieder in Erstaunen versetzt. Die Anerkennung der Kritiker liess daher auch nicht lange auf sich warten: In den 80er Jahren wurde er als Meister der Fusion-Küche mit dem ersten Preis beim „Hors d´oeuvres“ in Japan gekürt, das Food & Wine Magazin listete ihn unter den Top Ten der Spitzen-Cuisiniers der USA und mit seinem Restaurant „Chez Max“ erkochte der Top-Gastronom zwei Michelin-Sterne und 18 Gault Millau Punkte. Nachdem Max Kehl im Feinschmeckerrestaurant des Imperial Queens Park Hotels in Bangkok  mehrfach gastierte, wurde dieses von den Lesern des Thailand Tatler zu Thailands bestem Restaurant 2002 gewählt.

Max Kehl kochte nicht nur verführerisch, sondern setzt sich im immer wieder für wohltätige Zwecke ein und fand nebenbei auch noch die Zeit mit Kunstwerken zu handeln – wahrlich ein Lebenskünstler mit Charme und Charisma.

Der deutsche Gastrokrittiker Wolfram Siebeck erinnert sich an einen Koch, der Zürich zu einem Mittelpunkt der feinen Küche gemacht und seine Gäste polarisiert hat wie ein avantgardistischer Künstler.

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From → Desserts, Leckereien

2 Kommentare
  1. Jeanmaire Francois permalink

    Hallo,
    bin ganz zufällig auf dieses Rezept gestossen…
    Als ehemaliger Hotelfachschulpraktikant von Max Kehl (Restaurant „Chez Max“) muss ich Ihnen leider mitteilen, dass dieses Rezept nicht dem Originalrezept von Max Kehl entspricht!
    Kirsch kommt keiner rein, und ebensowenig zusätzlich Kakao. Was hingegen fehlt, möchte ich hier nicht sagen. Dies soll das Geheimnis der ehemaligen Köche von Max bleiben.
    Mit lukullischen Grüssen
    François Jeanmaire, Zürich

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    • Hallo Geheimnisträger,
      was heisst denn schon „Original“? Am besten ist doch einfach das was schmeckt!! Das wusste wohl als erster der begnadete Max Kehl, als er am 24.09.2002 anlässlich der „Gourmet Festival – Surf & Turf Party“ im „Manne Pahl“ auf Sylt seinen Gâteau de chocolat zelebrierte, diesmal aber mit Kirsch und Kakao 😉 – du hättest aber wohl lieber ein bisschen Vanillezucker, ein bisschen Rum, oder gar geraspelte Mandeln im Kuchen – warum auch nicht, ist sicher auch sehr lecker.

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